SL-Westernreiten

keep the balance, feel the difference...

Über mich


kurz die Daten:

  • geb. 8. November 1989
  • 1995 Beginn der Reiterlaufbahn
  • 2007 Westernreitabzeichen Bronze, Longierabzeichen IV
  • 2009 Abitur
  • 2013 Trainerassistent im Westernreitsport
  • 2014 Trainer C - Westernreitsport Leistungssport, Prüfer Motivationsabzeichen
  • 2015 Bachelor of Engineering: Wirtschaftsingenieurwesen, Beginn bei Levy GmbH
  • 2016 Westernreitabzeichen Silber
  • 2017 1. Vorsitzende der EWU Hessen e.V.


meine größten Erfolge:

  • 2013
    Hessentrophy-Sieg LK 4 in Reining, Western Horsemanship,  Western Pleasure und AllAround-Champion
    ApHCG High Point Champion  in Non-Pro Reining, Non-Pro Western Horsemanship und Non-Pro Western Pleasure
  • 2014
    Hessentrophy-Sieg LK 3 in Reining, Western Riding, Western Horsemanship,  Western Pleasure und AllAround-Champion, sowie Platz 3 in Showmanship at Halter
    Bronze Medaille Open Senior Western Riding auf der Europameisterschaft der Appaloosa
    4. Platz Open Senior Reining auf der Europameisterschaft der Appaloosa
    4. Platz Jackpot Reining auf der Europameisterschaft der Appaloosa
    7. Platz Open Senior Pleasure aauf der Europameisterschaft der Appaloosa
  • 2015
    Vize-Deutscher Meister Superhorse
    Vize-Hessenmeister Western Riding
    Vize-Hessenmeister Superhorse
  • 2016
    Hessenmeister Senior Western Pleasure
    Hessenmeister Senior Western Riding
    Hessenmeister Superhorse
    Vize-Europameister Open Senior Reining der Appaloosa
    Bronze Medaille Open Senior Western Riding auf der Europameisterschaft der Appaloosa
    Bronze Medaille NonPro Western Riding auf der Europameisterschaft der Appaloosa
  • 2017
    Hessenmeister Senior Western Riding
    Hessenmeister Senior Superhorse

 

 

Aus der Oktoberausgabe 2016 des Magazins Pferde Rhein-Main:

PFERDE RHEIN-MAIN IM GESPRÄCH MIT … SARAH LEVY: „MAMA, ICH WILL REITEN GEHEN !“   

Bereits in einem Alter von drei Jahren wusste Sarah Levy, wohin ihr Weg geht. Obwohl ihre Familie keinerlei Bezug zum Reitsport hatte, waren Pferde für Sarah „das Größte“. Mittlerweile kann sie eine Vielzahl an Erfolgen im Westernreiten in unterschiedlichen Disziplinen nachweisen. Gerade kommt sie von den German Open – den Deutschen Meisterschaften im Westernreiten – aus Kreuth zurück. Dafür, dass sich ihr Pferd Anfang des Jahres erst eine schlimme Beinverletzung zugezogen hat und operiert werden musste, war sie mit den Ergebnissen doch sehr zufrieden. Zwar reichte es in diesem Jahr nicht für eine Platzierung, aber auch mit einem 5. Platz in der Western Riding (Einzelwertung) sowie einem 7. Platz in der Mannschaftswertung muss sie sich nicht verstecken.

Sarah Levy wurde schon als kleines Kind mit dem „Pferdevirus“ infiziert und ist bis heute nicht davon „geheilt“. Nachdem sie ihrer Mutter 3-jährig immer wieder mit Reitstunden in den Ohren lag, informierte sich diese über Reitunterricht für Kinder unter sieben Jahren in der näheren Umgebung. Leider war das Angebot zur damaligen Zeit noch nicht so groß wie heute und so musste sich Sarah zunächst damit begnügen, im Urlaub auf Ponys spazieren geführt zu werden.

Als sie in einem weiteren Urlaub dann endlich die heiß ersehnten Longenstunden auf einem Haflinger nehmen durfte und die Reitlehrerin sagte, dass Sarah durchaus Talent habe, wagte Sarahs Mutter eine erneute Recherche, um ihrer nun 5-jährigen Tochter regelmäßigen Reitunterricht zu ermöglichen. Zunächst schien lediglich das Voltigieren für diese Altersklasse in Betracht zu kommen, doch Sarah wusste schon damals: „Das komm für mich nicht in Frage!“.

Durch Zufall kam Sarah dann doch noch zum „richtigen Reitunterricht“. Da die Tochter der Familie Sauer in Geiselbach in demselben Alter wie Sarah war, ermöglichte Petra Sauer ihr auch 5-jährig schon auf den hofeigenen Schulpferden Reitunterricht zu nehmen. Hier verbrachte Sarah von da an ihre Kindheit und lernte das Westernreiten.


2009 übernahm sie ihre damalige Reitbeteiligung, eine damals 23-jährige Warmblutstute. Sie hat das ehemalige Springpferd (bis M-Springen platziert) auf die Westernreitweise umgestellt und sie auch viel mit Bodenarbeit beschäftigt. Leider erkrankte die Stute nur wenige Zeit später an einer schweren Form der periodischen Augenentzündung, so dass sie im Alter von 26 Jahren von ihren immer stärker werdenden Schüben erlöst werden musste. Die Zeit vor und während der Erkrankung schweißte Sarah und ihre Stute stark zusammen: sie entwickelte sich vom „Rennpferd“ zum verlässlichen Freizeitpartner. Auch kleinere Turniere waren möglich, allerdings versetzten sie die Stute wieder in ihre Vergangenheit als Springpferd zurück, in der sie nicht nur gute Erfahrungen gemacht haben muss. So entschied sich Sarah das Turnierreiten mit der Stute erst einmal sein zu lassen und konzentrierte sich vermehrt auf die Ausbildung der Stute im Westernreiten. Ein- bis zweimal die Woche fuhr sie in das ca. 75km entfernte, hessische Schotten zu Martina Doritke ins Training.


„Liebe auf den 2. Blick“

Sarah Levy und Special Spotted Skip im Sliding Stop Foto: Figure 8, Dirk Büttner

Nach dem Tod ihrer Stute war Sarah etwa ein halbes Jahr ohne eigenes Pferd. Sie merkte jedoch sehr schnell, dass eine Reitbeteiligung nicht dasselbe ist und ging somit auf die Suche nach einem neuen Partner. Anfang 2013 lernte Sarah einen Wallach kennen, der es ihr sehr angetan hatte. Doch die Vernunft veranlasste sie dazu, sich noch weiter umzusehen. So lernte sie ihren jetzigen Appaloosa-Wallach Special Spotted Skip kennen, den sie auch zur Probe ritt.

Eigentlich wollte sie weder einen Wallach, noch einen Schimmel und schon gar kein ruhiges Pferd. Doch als sie sich die Videos vom Probereiten der in Frage kommenden Pferde noch einmal ansah, erkannte sie das große Potential des Wallachs, sein tolles Gangwerk und seine Erfahrungen als ausgebildetes Reining-Pferd. Sie entschied sich also aus der Vernunft heraus für den Wallach und hat ihre Entscheidung bis heute nicht bereut, im Gegenteil!

Mit Special Spotted Skip hat sie einen zuverlässigen Partner für Turnier und Freizeit gefunden. Er ist gelassen, ein super Allrounder und hat mit einem Stockmaß von 1,56m die ideale Größe für Sarah. Bereits sechs Wochen nach dem Kauf starteten die beiden zusammen auf ihrem ersten Turnier. Hierbei überzeugte Special Spotted Skip sie ein weiteres Mal: durch seine Ruhe nahm er ihr die eigene Nervosität und so meisterten sie souverän die ersten Starts. Bereits auf dem zweiten Turnier konnten sie mit Ihrem Können auch die Richter überzeugen und kamen mit drei Pokalen nach Hause. Darunter auch der 1. Platz in der Western Pleasure, einer Disziplin, in der das Pferd zuvor noch nicht gestartet wurde.

Sarah Levy und Special Spotted Skip – ein erfolgreiches Team

Der Erfolg hält bis heute an: Sarah Levy und Special Spotted Skip holten mehrere Hessentrophys, stiegen bis in die Leistungsklasse 1 auf, qualifizierten sich mehrmals für die Hessen- sowie Deutschen Meisterschaften und konnten auch auf regionalen Turnieren vielzählige Erfolge erringen.

Besonders erwähnenswert sind die mehrfachen Allround-Champion-Titel auf regionalen EWU-Turnieren. Von der German Open 2015 konnten Sie den Vizemeister-Titel in der Superhorse mit nach Hause bringen. Bei der Hessenmeisterschaft 2016 holten sie sich die Meister-Titel in der Superhorse, der Western Riding sowie der Western Pleasure, den Vizemeister-Titel in der Ranch Riding sowie den 4. Platz in der Western Horsemanship sowie der Reining.

Ende des Jahres wird Sarah Levy das Silberne Reitabzeichen durch ihre errungenen Turniererfolge erhalten. Als großes Ziel, das sie gerne noch erreichen möchte, gibt sie die Verleihung des Goldenen Reitabzeichens an: dieses wird für herausragende sportliche Leistungen sowie für ein in allen Bereichen vorbildhaftes Verhalten verliehen. Für weitere Turniererfolge setzt sie sich keine direkten Ziele: „Was ich bis jetzt erreicht habe ist bereits wesentlich mehr, als ich mir vor 3 Jahren vorgestellt habe. Alles, was jetzt noch kommt ist on Top dazu!“.


Erfolgreiches Team bei den Deutschen Meisterschaften 2015: Sarah Levy und Special Spotted Skip

Als Allrounder starten die beiden in allen Disziplinen – bis auf Trail: „Das liegt uns nicht“. Da  Special Spotted Skip etwas schielt und auf dem rechten Auge vermutlich nicht die volle Sehrkraft hat, fällt es ihm schwer Stangen auf dem Boden korrekt zu taxieren. Springen über Hindernisse macht beiden jedoch großen Spaß, hier scheint dieses „Handicap“ auch keine ausgeprägte Rolle zu spielen. Die Lieblingsdisziplin von Sarah Levy ist eindeutig die Superhorse, da „hier mehrere Disziplinen vereint werden und die Vielseitigkeit des Pferdes gefordert wird“.

Viele namhafte Trainer begleit(et)en Sarah und Special Spotted Skip durch den Alltag. Darunter auch Susanne V. Zahner, Roland Sauer, Oliver Müller, Frank Brüggemann sowie Kursteilnahmen bei Birga Röhr, Regina Götte, Jan Zweers, Morey Fisk und vielen mehr. Seit 2015 hat Sarah selbst den Trainer-C-Schein und wird ab November diesen Jahres auch als mobile Trainerin unterwegs sein.

Durch ihre offene Art nimmt Sarah Levy aus allen Erfahrungen – positiv wie negativ – etwas für sich mit und begegnet auch anderen/neuen Ideen immer mit großem Interesse. So schnuppert sie hin und wieder in andere Reitweisen rein und bildet sich auch in der Bodenarbeit regelmäßig fort.

Ehrenamtlich unterstützt sie mit Rat und Tat ihren Heimatverein Pferdefreunde Markt Mömbris e.V. als Reitwartin. Bereits seit ihrer Kindheit ist sie hier Mitglied und kümmert sich um die Internetpräsenz des Vereins.


Und wenn mal keine Turniere sind?

Vizemeisterin in der Superhorse bei den Deutschen Meisterschaften 2015 Foto: Figure 8, Dirk Büttner

Dann ist Sarah trotzdem am Stall zu finden: nach ihrem Vollzeitjob im elterlichen Familienbetrieb fährt sie mindestens fünf bis sieben Mal in der Woche zu ihrem Pferd. „Mein Pferd ist alles, was ich habe für mich! Er ist mein Kumpel, mein Sportpartner, mein Leben… außer meinem Pferd gibt es derzeit nur meinen Job!“. Obwohl ihr Pferd in einem Vollpensionsstall in Nidderau-Ostheim steht, versucht sie Special Spotted Skip so häufig wie möglich zu bewegen. Häufig geht sie nach dem Training zum Entspannen auch noch einmal „um den Block“. Bei entsprechenden Temperaturen gönnt sie ihrem Pferd auch mal eine kalte Dusche und das Wälzen im Sand. Selbstverständlich darf auch das ausgiebige Kraulen nicht zu kurz kommen.

Im Winter spielt neben dem Reiten auch vermehrt Bodenarbeit, Natural Horsemanship oder Freispringen eine Rolle. Zur Abwechslung wird auch einmal Ball gespielt oder einfach ein bisschen frei in der Halle „getobt“.

Wir wünschen Sarah und Special Spotted Skip für die Zukunft alles Gute, weiterhin viel Erfolg und drücken im Oktober natürlich die Daumen für die Appaloosa-EM in Aachen!

Text: Katharina Claudi